CDU fordert Stärkung der wirtschaftlichen Kraft des Landkreises Teltow-Fläming

Zu den Ergebnissen für den Landkreis Teltow-Fläming beim Regionalranking des Institutes der deutschen Wirtschaft erklärt der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Teltow-Fläming, Danny Eichelbaum: 

„Die Rankingergebnisse zeigen für Teltow-Fläming Licht und Schatten. Eine Stärke des Landkreises ist die geringe Arbeitslosigkeit und die gute Verkehrsinfrastruktur, die sich in einem sehr guten 18. Platz aller deutschen Landkreise beim Arbeitsmarkt widerspiegeln. Eine besondere Ausstrahlung auf den Arbeitsmarkt im Landkreis hat hier unsere Boomtown und unser Autostandort Ludwigsfelde. Wir können stolz auf unsere Unternehmen sein. Es lohnt sich aber daran zu arbeiten, die wirtschaftliche Kraft des Landkreises zu stärken. Unsere Nachbarn, Potsdam, Potsdam-Mittelmark und der Landkreis Dahme-Spreewald sind bei der Wirtschaftsdynamik an Teltow-Fläming vorbeigezogen. Teltow-Fläming belegt hier nur noch den 111. Platz, LDS den 27. Platz. Gut geht es den Menschen dort, wo die Politik die Weichen für ein positives Wirtschaftswachstum stellt. Wir müssen im Wettbewerb der Regionen unseren mittelständischen Unternehmen gute Rahmenbedingungen bieten. Hierzu gehören unbürokratische und schnelle Genehmigungsverfahren, eine exzellente Bildungsstruktur sowie ausreichender Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten. Gute Kitas und Schulen sowie bezahlbarer Wohnraum im Landkreis erhöhen auch die Lebensqualität. In dieser Kategorie erreicht unserer Landkreis leider nur Platz 213. Es gibt also viel zu tun, damit Teltow-Fläming wieder Nummer 1 wird.“

Danny Eichelnaum MdL – Pressemitteilung vom 14.4.2016

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1. Unternehmerstammtisch „Netzwerk Wirtschaft im Kreis Teltow- Fläming“

Der MIT-Kreisverband Teltow-Fläming hatte gemeinsam mit dem Unternehmerverband „Stadtmitte e.V. Zossen“ zum 1. Unternehmerstammtisch Mitte März 2016 eingeladen.24 Unternehmer und interessierte Bürger waren in die „Ratsstube Zossen“ gekommen, um gemeinsam mit Unternehmern aus unserem Nachbarkreis LDS und dem Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werkes Teltow-Fläming e.V., Herrn Holger Lehmann Probleme, Chancen und Risiken bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern in kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) zu beraten.

Viele der KMUs suchen Mitarbeiter und Auszubildende, die ihnen weder durch Werbemaßnahmen noch über die Arbeitsagentur vermittelt werden können.

Nun hoffen sie, mit der möglichen Einstellung von Flüchtlingen ihren Personal- und Fachkräftemangel verringern zu können.

Herr Lehmann als Leiter des Integrationsprojektes „Brandenburg- Deine Chance“ (Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Brandenburg) erläuterte die Situation. Er zeigte die Bemühungen der Projektpartner Diakonisches Werk TF e.V., Ausbildungsverbund Teltow e.V. (IHK) und der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming zur Suche von geeigneten Bewerbern aus den Reihen der Flüchtlinge und Asylbewerber für eine Berufsausbildung oder Arbeitsaufnahme auf, verdeutlichte gleichzeitig die vielen bestehenden Hemmnisse und Probleme dafür.

Seine Ausführungen, die durch aktuelles statistisches Material unterstützt wurden, ergänzten die Unternehmer Andreas Schulz (Gerüstbau) und Carsten Kröning (Elektro, Sanitär) aus dem Kreis LDS mit persönlichen Erfahrungsberichten, wie es ihnen gelungen ist, Auszubildende aus den Reihen der Asylbewerber für eine Berufsausbildung zu gewinnen und in ihre Firmen zu integrieren.

Klar wurde, dass es neben sprachlichen und kulturellen Problemen vor allem bürokratische Hürden zu überwinden sind.

Die für die notwendigen Genehmigungen zuständigen Ämter und Institutionen sehen sich gefangen in widersprüchlichen Gesetzen, Verordnungen und Anweisungen und sehen sich deshalb oft außer Stande, Entscheidungen zu treffen. Unternehmer, die dennoch die Chance wahren wollen, ihren Mitarbeiter- und Fachkräftemangel auch durch Einstellung von Asylbewerber zu verringern, brauchen viel Engagement, Zeit und Erfindungsreichtum, um schließlich doch ein Arbeitsrechtsverhältnis mit einem Asylbewerber begründen zu können.

Die Unternehmer der KMU sehen großen Nachholebedarf bei der Organisation von Integrationsmöglichkeiten von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Ausbildung und Arbeit und damit in unsere Gesellschaft.

Der jetzige Zustand erzeugt viel Unmut und stellt Fragen zur Arbeit der zuständigen Ministerien.

„Womit befassen sich Innen- und Arbeitsministerium denn, dass kaum Fortschritte für ein koordiniertes Vorgehen zu spüren sind?“

Schließlich ist der wachsende Zustrom vieler Flüchtlinge aus Krisengebieten seit mindestens drei Jahren bei allen bekannt.

Unternehmer sehen das sehr zögerliche oder gar Nichthandeln der Behörden als Fahrlässigkeit, ein Nicht-Wahrnehmen der übertragenden Aufgaben und Verantwortung.

Alle Teilnehmer des Unternehmerstammtisches betrachteten die Veranstaltung als sehr informativ und wünschen sich eine baldige Fortsetzung, wobei die Unternehmervereinigungen der Städte und Gemeindebereiche Zossen, Ludwigsfelde, Trebbin und Mahlow-Blankenfelde auch weiterhin unbedingt mit einbezogen werden sollten.

Bericht: Dirk Steinhausen (MIT TF)